E-Book Sherlock Holmes 43: Der Phantom-Mann

E-Book Sherlock Holmes 43: Der Phantom-Mann
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Autor: Amanda McGrey
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Artikel-Nr.: SH_Ebook_43

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Produktinformationen

Der Mann auf dem Kutschbock war tot. Daran gab es keinen Zweifel. Nur – weshalb war er tot? Sherlock Holmes hatte bereits mehrfach den Wagen umrundet. Immer wieder schüttelte er den Kopf.

»Er trägt auch keine Ausweispapiere bei sich«, brummelte Inspektor Gregson von Scotland Yard.

»Nun«, warf ich ein, »wir haben die Nummer der Droschke.«

Der Inspektor nickte. »Habe schon meinen Sergeanten losgeschickt.«

Normalerweise hätte ich einen Herzschlag diagnostiziert, aber die entsetzt aufgerissenen Augen des wohl fünfzigjährigen Droschkenkutschers straften diese Aussage Lügen. Ich sah mich um. Ein Passant hatte den Wagen mit dem leblosen Mann eher zufällig in dieser Seitengasse der Darlington Street entdeckt. Was sich besonders auffällig darstellte, war, dass der Mann stocksteif saß, die Zügel noch in der Hand. Das Pferd scharrte inzwischen unruhig mit den Hufen.

Gregson winkte einem Bobby zu. »Ausspannen, sonst geht uns der Gaul noch durch.«

Sherlock Holmes kam nun zu uns herüber. »Der Mann ist ermordet worden. Mit einem Toxin. Nur …«

Gregson zwinkerte mit den Augen. »Nur …?«

Holmes schüttelte wieder den Kopf. »Ich finde weder eine Einstichstelle noch Verräterisches an seinem Mund. Trotzdem führte das Gift in weniger als einer Minute zur völligen Muskelverhärtung.«

Gregson gab einen unverständlichen Laut von sich. »Irgendwie muss das Gift – wenn es ein solches gewesen ist – ja in den Körper gekommen sein.«

Aufkommender Nebel waberte um uns. Zusammen mit dem Schnee und den beiden Laternen in der Gasse ergab dies ein besonders mysteriöses Szenario.

Wir schrieben vier Tage vor Silvester. Nach den ruhigen Feiertagen, die ich sehr begrüßte, Holmes aber nervös machten, hatte uns der Inspektor zu diesem Vorfall um Hilfe gerufen. »Ich gestehe, Mr Holmes«, hatte er verzweifelt gesagt, »ich weiß nicht weiter.«

Der Sergeant kehrte zurück. »Sir, eine Droschke mit dieser Nummer existiert in London nicht.«

Gregson und ich sahen uns erstaunt an.

»Elementar«, murmelte Holmes nur. In diesem Augenblick kam ein Bobby atemlos angerannt. Er wandte sich an Gregson: »Sir! Hinten … im Hauseingang …« Er schnappte nach Luft.

»Ja, was denn?«, rief der Inspektor ungeduldig mit Blick auf den schwer atmenden Polizisten.

»Eine weitere Leiche«, platzte dieser heraus. Die Augen Gregsons weiteten sich. »Noch eine …« Dann rannte er los. Holmes sog tief die Nachtluft ein. »Dann mal los, Doktor«, kam es rau über seine Lippen.

Eine Polizeilaterne riss ein gespenstisches Bild aus der Dunkelheit. Halb auf einer vierstufigen Steintreppe einer verschlossenen Haustür lag verkrümmt eine Frau. Ihre weit aufgerissenen Augen starrten ins Leere. Der Mund zeigte sich halb geöffnet, die Fäuste hatte sie verkrampft, eine Handtasche lag am Fuß der Treppe. Der Kleidung nach schien sie aus der sogenannten gehobenen Gesellschaft zu stammen.

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