E-Book Geister-Schocker 10: Die Hexen von London

E-Book Geister-Schocker 10: Die Hexen von London
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Autor: G. Arentzen
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Artikel-Nr.: GS_Ebook_10

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Produktinformationen

Ich habe Lady Bethany Eliza Ava Cunningham, 7. Countess of Everton, nur sehr selten schwitzen sehen. Anfangs glaubte ich gar, Vampire würden nicht schwitzen.

Aber dies war ein Irrtum; sie schwitzen nur viel seltener als Menschen, da ihre Kondition und ihre niedrige Körpertemperatur deutlich später eine solche Unterstützung benötigen.

An jenem 25. Oktober 1895, ein Freitag, wenn ich mich richtig erinnere, geriet meine Gefährtin ins Schwitzen.

Sie ahnen, wie es meinem Assistenten Frederic und mir selbst erging!

Es begann damit, dass ein aufgebrachter junger Polizist in unseren Räumen in Mayfair erschien, das Gesicht gerötet und kaum in der Lage, auch nur ein artikuliertes Wort über seine schmalen, blassen Lippen zu bringen.

Erst, nachdem ihm Frederic ein Glas Cognac in den Rachen gekippt hatte, beruhigte sich der junge Beamte. »Grün!«, stieß er hervor. »Grün und schleimig. Es kroch aus dem … aus dem … Und Blut! Überall … Dann erbrach er sich und sein Magen …«

Der Beamte würgte bei dem Gedanken und hätte sich wohl übergeben. Doch geistesgegenwärtig flößte ihm Frederic ein weiteres Glas Cognac ein.

»Ein Ghoul!«, wisperte Bethany, die sofort begriff, was uns der unglückliche Polizist zu sagen versuchte. Sie packte ihn bei den Armen. »Wo?«

»Nicht weit von hier … Baker Street!«

»Los!«, rief ich meinem Assistenten zu. Die genaue Adresse war unwichtig, denn er war sicherlich mit einer Kutsche gekommen, die nun auf uns wartete.

»Mrs. Henderson!«, rief ich unserer Hausdame zu, während wir in fliegender Hast die Stufen hinabeilten, »im Salon liegt ein junger, fast betrunkener Polizist! Kümmern Sie sich um ihn. Ich spreche mit seinem Vorgesetzten und mache ihm klar, dass der Junge eine Pause braucht!«

Wir sprangen in die wartende Polizeikutsche.

Der Beamte auf dem Bock drehte den Kopf. »Mein Kollege?«

»Unpässlich!«, erwiderte Frederic an meiner Stelle.

»Kann ich ihm nicht verdenken!« Damit schnalzte der Mann mit der Zunge, um die Pferde anzutreiben.

 

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