E-Book Christoph Schwarz 36: Todesfalle Loreley

E-Book Christoph Schwarz 36: Todesfalle Loreley
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Autor: G. Arentzen
E-Book
Artikel-Nr.: CS_Ebook_36

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Produktinformationen

Du bist frei, deinen Weg zu wählen. Wenn es der dunkle Weg einer Amazone ist, so folge ihm mit der Hilfe der Dunkelelfe. Besinnst du dich auf den hellen Weg, so gehe ihn und wisse, dass dir Awn zur Seite steht. Aber hinterfrage nicht ständig, was ich oder jemand anderes dazu sagt. Gehe deinen Weg so, wie du es für richtig hältst.

Belinda schreckte auf. Sie hatte sich von der Energie der Steine einlullen lassen. Irritiert schaute sie sich um. Die Stimme war in ihrem Kopf erklungen.Sie war sich absolut sicher, nicht geträumt zu haben. »Wer ….«

»Ich stehe hinter dir«, erklang es wieder in ihrem Kopf, ironischer diesmal. Belinda federte herum und sah eine dunkelhaarige, schlanke Frau in einem einfachen safrangelben Kleid zwischen den Steinen stehen. »Es wird Zeit, dass wir uns einmal unterhalten. Und zwar richtig – nicht nur in Visionen und zwischen dieser und jener Welt.«

»Banshee …« Belinda schluckte. Sie schaffte es kaum, ihre Ehrfurcht zu verbergen.

»Zuerst einmal – ich bin die Banshee, aber in mir ist auch ein Teil jener Göttin, die du als Morrigan kennst. Die Göttin der reifen Frau und jene des Krieges und des Kampfes. Den Sanftmut und die Friedfertigkeit – all die Dinge, die du in mir zu sehen glaubst, die findest du nicht in mir. Ich bin nicht Christengott, der die andere Wange hinhält und ich bin nicht jener Gott, der Vergebung den Feinden gegenüber predigt. Ich bin die Göttin des Kampfes, des Krieges und des Todes.« Die Augen der Banshee blitzten. »Macht Léan einen sehr friedfertigen Eindruck auf dich? Sie ist die Kriegerin von Avalon. Sie ist meine Kriegerin.«

Belinda begriff sehr schnell, was ihr die Göttin sagen wollte. Sie ließ sich wieder auf die Steine sinken und war bereit, sich mit der Göttin zu unterhalten. Obwohl daraus eher ein Gespräch von Frau zu Frau wurde, wie sie sehr schnell merkte.

Als Belinda mehr als zwei Stunden später die Steine verließ, hatte sie sehr viele Dinge gelernt. Ihr Bild von der Banshee war nachhaltig verändert worden, ihre Angst, sie durch ihr Tun zu verärgern wie weggeblasen. Das, was ihr die Totenfee schon mehrfach hatte sagen wollen, war endlich von Belinda verstanden worden. Sie war nicht nur frei, ihren Weg zu wählen. Sie war vor allem aufgrund einer Stärke ausgewählt worden, die die Banshee früh bei ihr spürte. Die Totenfee wollte keine zahme Begleiterin an Christophs Seite.

Sie wollte eine Kämpferin.

 

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