E-Book Christoph Schwarz 44: Untot

E-Book Christoph Schwarz 44: Untot
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Autor: G. Arentzen
E-Book
Artikel-Nr.: CS_Ebook_44

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Produktinformationen

 

Mehrere Menschen hatten sich auf dem kleinen Platz vor dem Schrein versammelt. Auf westliche Beobachter hätte die Gruppe wirken können, als seien sie zu einem kleinen Schauspiel zusammengekommen.

Da war der Shintõ-Priester, gekleidet in seinem zeremoniellen Gewandt. Vor ihm, auf dem Boden, saß der Besitzer des Hauses im Schneidersitz. Er trug eine weiße Hose sowie ein weißes Hemd, hatte jedoch auf Socken und Schuhe verzichtet. Auf dem Boden zwischen seinen Beinen lag ein schwarzer, noch zusammengefalteter Fächer.

Neben dem Priester stand eine in rot gekleidete Frau um die Vierzig; Keiko Mushito. Ihr Gesichtsausdruck war stolz, ihre Augen blickten jedoch leer in die Nacht. Von ihr ging etwas Erhabenes aus, auch wenn ein flüchtiger Betrachter nicht hätte sagen können, was das war.

Gegenüber dem Hausherrn stand ein älterer Mann mit Halbglatze und Schweinsäugelein. Er trug einen westlichen Nadelstreifen-Anzug, in seinen Händen hielt er einen kleinen Notizblock sowie einen Kugelschreiber.

Akira Mutsuhito komplettierte die kleine Gruppe. Sie stand schräg hinter dem Hausherrn und dies in einem Winkel, die es ihm unmöglich machte, sie zu sehen.

Die Vampirin trug einen roten Leder-Overall sowie dazu passende Stiefel. Ein schwarzer Wurfstern mit dem eingravierten Yin-Yang sowie dem Namen der Sonnengöttin Amaterasu hing an einem einfachen Lederband um ihren Hals.

Der Blick der Blutsaugerin war auf den Hinterkopf des vor ihr sitzenden Mannes gerichtet. Sie wusste, um wen es sich handelt ­– Ryo Mushito. Der Manager eines an der Börse notierten Unternehmens hatte viele Jahre gutes Geld verdient, sowohl für seine Familie und sich, als auch für seinen Arbeitgeber.

Gutes Geld seines Arbeitgebers zu verlieren hatte bedeutend weniger Zeit in Anspruch genommen. Wenige Fehlentscheidungen hatten genügt, um das Unternehmen an den Rand der Bedeutungslosigkeit zu bringen.

Dies war der Grund, warum er vor dem Schrein saß und auf den Fächer starrte, der – in weißes Papier eingeschlagen – darauf wartete, von ihm benutzt zu werden.

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